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Schulhund Ole

 

„Ein Tier kann dem Kind dabei helfen,

die Aufgaben des Großwerdens zu meistern.“

                                                                                              Boris M. Levinston

 

 

Der siebenjährige Golden Retriever Ole arbeitet an der Grundschule Gemünden zusammen mit Katharina Dengler im Mensch-Hund-Team mehrfach in der Woche als sogenannter „Schulhund“.

 

Aus dem Unterricht

 

 

Positive Auswirkungen von Schulhunden

Schon oft wurde die Unbekümmertheit, Abenteuerlust und der sprichwörtliche „Schalk im Nacken“ von Kindern und Hunden beschrieben. Viele Hunde sind besondere Kinderfreunde und lassen ihnen sehr viel Narrenfreiheit. Für Kinder sind Hunde ganz spezielle Gefährten, denn sie sind überaus zuverlässig und plaudern ganz sicher kein Geheimnis aus. Doch neben dieser Beziehungskomponente haben Hunde auf das kindliche Verhalten und die Entwicklung noch weitere Auswirkungen:

 

Verbesserung der Lernatmosphäre

Ole bringt die Schüler zum Lachen und verbessert die Stimmung, wenn er seine Kuscheltiere zeigt oder einen Joghurtbecher ausschleckt. Schüler und auch Lehrer kommen lieber in die Schule. Studien zeigen, dass bei z.B. gedrückter Atmosphäre ein Tier negative Gedanken unterbrechen kann, indem es die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Schüler sind für den Hund gerne leiser und dadurch konzentrierter.

 

Der Schulhund weckt positive Emotionen

Die Tiergestützte Arbeit zwischen Kind und Hund weckt meist positive Emotionen. Diese führen zu besseren Lernergebnissen. Für die klassische Lernsituation in der Schule heißt das also, dass diese angenehm gestaltet werden muss, um das Lernverhalten der Schüler emotional möglichst positiv begleiten zu können.

 

Hunde ermutigen

Die bedingungslose Annahme eines Hundes macht stark. Dieser „Ermutigungs-Effekt“ wird dadurch verstärkt, dass eine funktionierende Kommunikation mit einem Hund überzeugendes Auftreten unabdingbar voraussetzt. Jeder Befehl führt nur dann zum Erfolg, wenn er mit innerer Entschlossenheit gesprochen wird. Empirische Studien zeigen, dass hundebesitzende Kinder selbstbewusster sind als gleichaltrige Nichttierbesitzer. Selbst Kinder, die lediglich in einer Schulklasse für ein Tier Sorge tragen, zeigen signifikant mehr Selbstachtung.

 

Ein Schulhund fördert die Gemeinschaft

Wissenschaftlich bewiesen ist, dass Kinder durch „soziale Katalysatoren“ (Hund) leichter mit anderen Kindern Kontakte knüpfen. Besonders in sich gekehrte Kinder bringen sich in Klassen mit Hund aktiver in das soziale Geschehen ein. Soziale Beziehung und gemeinsame Aktivitäten der Schüler nehmen in der Häufigkeit zu.

 

Der Hund als „belebte Natur“

Natur und Tiere begegnen Kindern heute eher aus zweiter Hand, zum Beispiel über das Internet oder Fernsehen und nicht mehr als reale und eigene Erfahrungen. Der Schulhund Ole bietet die Chance „belebte Natur“ im Schulalltag kennen zu lernen.

 

Hunde fördern unsere Sensibilität

Kindliche Heimtierhalter erzielen bessere Leistungen in der nonverbalen Kommunikation als Gleichaltrige, die kein Haustier besitzen. Besonders eine Partnerschaft mit einem Hund sensibilisiert auch für den Umgang mit Mitmenschen. Da der Vierbeiner lediglich nonverbale Sprachanteile umsetzen kann, muss man sich auf das tierische Gegenüber einstellen. Gerade verhaltensauffällige Kinder treten oft rücksichtslos oder/und unbeherrscht auf. Dadurch erleben viele zu selten, dass liebevolles Verhalten positive Reaktionen hervorruft. Durch die Interaktion mit Ole werden die eigenen Möglichkeiten zur Empathie trainiert.

 

Mit Hund lesen lernen

In der Einzelförderung kann der Hund den Leselernprozess erfolgreich beeinflussen. Untersuchungen in den USA haben eine eindeutige Steigerung der Lesefähigkeit der Schüler festgestellt. Ole kritisiert und verbessert nicht. Er hört einfach nur zu.

 

Fachgerechter Umgang mit Hunden

Mit der Zeit bekommen die Schüler ein Gespür für die Bedürfnisse des Schulhundes und lernen die Körpersprache exemplarisch kennen. Ihr Wissen über den Schulhund können die Kinder auf andere Hunde übertragen. So können Ängste abgebaut und eventuelle Beißunfälle in der Öffentlichkeit verhindert werden. 

 

 

 

Zeitungsartikel

 

 

Weitere Informationen über die Arbeit mit Schulhunden gibt es hier:

 

Deutsche Schulhundkonferenz

Link: www.vet-magazin.de/deutschland-magazin/aktuelles/Schulhund-Konferenz.html

 

Arbeitskreis Schulhund Rheinland Pfalz

Link: https://schulhund.bildung-rp.de/gehezu/startseite.html

 

Schulhundweb

Link: www.schulhundweb.de